Gleich mit 10:1 deklassierten die Huttwil Falcons den EHC Aarau im Duell zweier Spitzenteams und Tabellennachbarn. Die Falken rehabilitierten sich damit eindrücklich für die beiden vorangegangenen Niederlagen gegen Wiki und Unterseen. Dabei luden die Gebrüder Remo und Dino Altorfer mit zusammen elf Skorerpunkten zur grossen Show.
Präsident Heinz Krähenbühl hat auch als Sportchef ein glückliches Händchen. Zusammen mit Coach Stefan Gerber fädelte er auch den Transfer von Remo und Dino Altorfer ein. Die beiden Brüder wechselten vom SC Lyss zu den Huttwilern und luden am Samstag im Sportzentrum zur grossen Show. Vier Tore und ein Assist buchte Dino, drei Tore und drei Assists steuerte Remo zum haushohen Sieg der Falken bei. «Wir lieferten schon vorher starke Spiele, aber heute waren wir im Spielrausch», kommentierte Dino die überragenden Leistungen der Altorfer-Brüder, welche sowohl in läuferischer, technischer als auch in taktischer Hinsicht zu den Besten der Liga gehören, und die sich bei den Falken sehr wohl fühlen. Es waren indes nicht nur die Altorfers, welche brillierten. Die Falken lieferten zumindest teilweise ein überragendes Spiel. Vorab im ersten Drittel überfuhren sie ihre Gegner und machten mit ihnen, was sie wollten. Das Resultat nach den ersten zwanzig Minuten war viel zu knapp. Remo (8.) und Dino Altorfer (14.) trafen zum 2:0 Zwischenstand. Wer danach noch Zweifel am Erfolg der Huttwiler hatte, wurde spätestens nach 16. Sekunden im zweiten Drittel beruhigt. Daniel Bieri verwertete einen Abpraller eines Stoller-Geschosses. Der Rest war Zugabe.
Die Aarauer reisten mit viel Selbstvertrauen nach Huttwil. Sie gewannen ihre letzten fünf Spiele und arbeiteten sich damit auf den dritten Tabellenplatz vor, nur zwei Punkte hinter den Huttwilern. Die Falken hatten allerdings die Lehren aus den beiden vorangegangenen Niederlagen gezogen. Die Mannschaft kann gegen jeden Gegner der 1. Liga das Spiel dominieren. Aber sie muss es wollen. Dass sie dies können, bewiesen sie gegen Aarau eindrücklich. Von der ersten Sekunde an liessen sie keinerlei Zweifel daran, wer in diesem Spiel als Sieger hervorgehen wird. Dass diesmal nichts zu holen war, spürten die Gäste spätestens nach einer Spielminute. Sie gaben jedoch nie auf und suchten stets ihre Chance, sobald die Gastgeber etwas nachliessen. Roman Zietala erzielte in der 57. Minute den verdienten Ehrentreffer.
Am kommenden Mittwoch folgt das Derby gegen den EHC Brandis. Dass Spiele gegen diesen Gegner niemals unterschätzt werden dürfen, sollte einigen Spielern der Falken aus der letzten Saison noch in Erinnerung sein. Bei ihrem Heimspiel gegen diesen Gegner in der letzten Saison gab das Team von Stefan Gerber überraschend einen Punkt ab.
EHC Napf – EHC Aarau 10:1 (2:0, 4:0, 4:1)
NSZ Huttwil, 275 Zuschauer. SR: Derada, Stapfer/Vögeli. Tore: 8. R. Altorfer (Wegmüller) 1:0. 14. D. Altorfer (R. Altorfer) 2:0. 21. Bieri (Stoller) 3:0. 32. Guazzini (Sägesser, Stoller, Ausschluss Braun, Seiler) 4:0. 33. D. Altorfer (R. Altorfer, Ausschluss Seiler) 5:0. 34. Zürcher 6:0. 42. D. Altorfer (Studer, R. Altorfer) 7:0. 45. R. Altorfer (D. Altorfer, Ausschluss Figini) 8:0. 55. R. Altorfer (Stoller, Schilt, Ausschluss Schwarz) 9:0. 57. Zietala (Knopf) 9:1. 58. D. Altorfer (Studer) 10:1. Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Napf, 9-mal 2 Minuten + 1-mal 10-Minuten (Eichenberger, Check von hinten) gegen Aarau.
Napf: Schilt; Stoller, Kindler; Wegmüller, Born; Berchtold, Marolf; Guazzini, Bieri, Sägesser ; Studer, R. Altorfer, D. Altorfer; Tschumi, Schütz, Zürcher; Lanz, Meyer, Schär; Gerber.
Aarau: Mathis; Eichenberger, Figini; Braun, Knopf; Nietlisbach, Seiler, Siegwart; Schwarz, Zietala, Blatter; Schneuwly, Brasser, Boner; Blumenthal.