Die Huttwil Falcons legten wieder vor. Im dritten Spiel des Playoff Halbfinal zwischen dem EHC Napf und dem SC Unterseen-Interlaken gewannen die Einheimischen nach vier Toren in den Startminuten trotz heftiger Gegenwehr der Gäste klar mit 6:4. Der SCUI muss das Heimspiel vom kommenden Dienstag nun unbedingt gewinnen.
«Wir haben den Start leider total verschlafen. Deshalb haben wir das Spiel verloren», sagte SCUI Coach Reto Gertschen nach dem Spiel. In der Tat dauerte es gerade mal 10 Sekunden bis zum ersten Tor durch Alain Sägesser. Nach 199 Sekunden und dem dritten Gegentreffer durch Remo Altorfer nahm Gertschen bereits sein Timeout. Kaum sechs Minuten waren gespielt, da hiess es bereits 4:0 für die furios durchstartenden Huttwiler. Thomas Studer war diesmal erfolgreich. Damit war das Spiel jedoch noch längst nicht entschieden, denn vorerst war Ende Feuer für die Einheimischen. Im Gegenteil: Bis Drittelsende kamen die Gäste durch Tore von Markus von Allmen (13.) und Swen Kohler (14.) auf 4:2 heran. Nach Samuel Sutters Anschlusstreffer zum 4:3 bereits in der 23. Minute kehrte endgültig die Hoffnung ins Team der Oberländer zurück. Falken Assistenz-Coach Bernhard (Bax) Fankhauser dazu «Wir liessen uns durch die zwischenzeitliche Aufholjagd der Unterseer nicht nervös machen und fanden deshalb schnell wieder zurück ins Spiel.» In der Tat war der nächste Doppelschlag der Huttwiler entscheidend. Alain Sägesser in der 30. Minute mit seinem zweiten Treffer und Renato Schütz in der 32. Minute stellten wieder ein Dreitore-Vorsprung her, welcher bis Spielende nur noch eine «kosmetische» Veränderung erfahren sollte. Reto Gertschen kündigte den totalen Kampf an: «Wir stellen das physisch stärkere Team. Wir werden versuchen daraus etwas zu machen. Es sind Playoffs. Wir wollen zurück in die Serie und werden alles geben.» Dazu Bax Fankhauser: «Wir erwarten ein sehr physisches Spiel. Und wir nehmen es an. Im Fussball gibt es das Sprichwort, dass nicht derjenige die Schmerzen verspürt, der tritt.»
EHC Napf – SC Unterseen-Interlaken 6:4 (4:2, 2:1, 0:1)
NSZ Huttwil, XXX Zuschauer. SR: Ummel, Stapfer/König. Tore: 1. Sägesser (Bieri) 1:0. 2. Stoller (Bieri) 2:0. 4. R. Altorfer (D. Altorfer) 3:0. 7. Studer (Schütz, Wegmüller) 4:0. 13. Von Allmen (Grossniklaus, Trittibach) 4:1. 14. Kohler (Eicher) 4:2. 23. S. Suter (Rohrbach) 4:3. 30. Sägesser (Guazzini, Bieri) 5:3. 32. Schütz (Gerber) 6:3. 59. Trittibach (Kohler, von Allmen) 6:4. Strafen: 9-mal 2 Minuten + 1-mal 10 Minuten (Studer, Check von hinten) + 1-mal 5 Minuten plus SD (Alain Sägesser, übertriebene Härte) gegen Napf, 6-mal 2 Minuten + 1-mal 5 Minuten plus SD (Samuel Suter, übertriebene Härte gegen SCUI.
Napf: Schilt; Kindler, Stoller; T. Wegmüller, Born; Berchtold, Prinz; Marolf; Guazzini, Bieri, Sägesser; R. Altorfer, D. Altorfer, Schär; Schütz, Gerber, Studer; Tschumi, Meyer, Zürcher; Rohrer.
SCUI: Beekmann; Von Allmen, Balmer; Lüthi, Aebersold; Ingold, Grossniklaus, Trittibach; Bühlmann. Vogel, S. Suter; Kohler, L. Suter, Eicher; Ingold, Zurschmiede, Gysi; Stucki, Götz; Forny