Zwei Doppelschläge innerhalb von weniger als fünf Minuten entschieden die intensive Auseinandersetzung zwischen dem SC Unterseen Interlaken und dem EHC Napf zugunsten der Huttwiler. Die Falken feierten damit ihren ersten Sieg in dieser Saison gegen diesen Gegner und präsentierten sich in stark ansteigender Form. In den Playoffs wartet der EHC Burgdorf.
In drei Spielen schieden die Huttwil Falcons im Halbfinal der letztjährigen Playoffs gegen die Oberländer aus. Zum letzten Mal gewannen die Näpfler am 16. Oktober 2007 eine Partie gegen Unterseen. In dieser Saison resultierten die Niederlagen Nummer fünf und sechs in Serie gegen diesen Gegner, beide äusserst knapp in der Verlängerung bzw. nach Penalties. Höchste zeit also für die Falken, im Oberland ein deutliches Zeichen zu setzen. Dies gelang den Gästen auf eindrückliche Weise. Nach einem intensiven ersten Drittel entschieden sie die Partie in der ersten Hälfte des zweiten Abschnitts mit vier Toren innerhalb von weniger als fünf Minuten. Dabei fielen in der 24. Minute die Treffer zum 1:2 durch Alain Sägesser und zu 1:3 durch Micha Schär innerhalb von nur 17 Sekunden. Noch schneller ging es in der 29. Minute. Daniel Bieri benötigte nur gerade 15 Sekunden für seine beiden Tore zum 1:4 und 1:5. Danach kontrollierten die Falken das Geschehen ohne grosse Mühe und konnten sich zudem auf ihren Torhüter Thomas Schilt in Hochform verlassen. Die Huttwiler stehen nach Qualifikation und Masterround auf dem zweiten Rang und stellen zusammen mit Zuchwil und Wiki das erfolgreichste Team der Marsterround. Trotz drei Niederlagen punkteten sie in jedem Spiel.
Falken-Präsident Heinz Krähenbühl wird bei Swiss Eishockey das Gesuch für den Aufstieg in die NLB deponieren. Zum Aufstieg benötigen die Emmentaler jedoch nicht nur die Bewilligung des Verbandes, sondern auch ausserordentliche Leistungen auf dem Eis. In Unterseen zeigten sich die Falcons für die Playoffs bereit. Das Team von Stefan Gerber funktionierte im Oberland ausgezeichnet. Zwar sind noch nicht alle Exponenten in Hochform, aber die Formkurve ist allenthalben ansteigend. Dass die Spiele gegen den EHC Burgdorf keine Selbstläufer sind, ist im Hinblick auf die hohen Saisonziele ein Vorteil für die Falken. In der Qualifikation gewannen die Huttwiler ihr Heimspiel zwar klar, verloren aber überraschend in Burgdorf. Es sind deshalb bereits in den Viertelfinals intensive und spannende Spiele zu erwarten. Und genau diese Intensität benötigen Pascal Stoller, Remo Altorfer & Co, um sich weiter steigern zu können. Bei Leistungen wie derjenigen im Oberland könnten die zuletzt ungeliebten Verlängerungen meistens vermieden werden.
SC Unterseen-Interlaken – EHC Napf 1:5 (1:1, 0:4, 0:0)
Matten, 584 Zuschauer. SR: Siegenthaler, Brönnimann/Vögeli. Tore: 7. D. Altorfer (Schär) 0:1. 9. Aebersold (Vorgel, Bühlmann, Ausschluss Meyer) 1:1. 24. Sägesser (Bieri) 1:2. 24. Schär (D. Altorfer) 1:3. 29. Bieri (Schütz, Kindler, Ausschluss Trittibach) 1:4. 29. Bieri (Guazzini, Sägesser) 1:5. Strafen: 8-mal 2 Minuten gegen Unterseen, 11-mal 2 Minuten + 1-mal 10 Minuten (Wegmüller, unsp. Verhalten) gegen Napf.
Unterseen: Siegrist; Von Allmen, Balmer; Aebersold, Stucki; Lüthi; Grossniklaus, Ingold, L. Suter; Bühlmann, S. Suter, Vogel; Kohler, Eicher, Trittibach; Forny, Götz, Rohrbach.
Napf: Schilt; Kindler, Stoller; Berchtold, Prinz; Wegmüller, Born; Marolf; Guazzini, Bieri, Sägesser; D. Altorfer, R. Altorfer, Schär; Gerber, Studer, Schütz; Tschumi, Meyer, Zürcher;