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FALCONS VERSPIELEN 3:0 – VORSPRUNG

Wiki Münsingen gewinnt mit 3:4 nach Penaltys in Huttwil

Ken Zurflüh entschied mit seinem Penalty die Partie zwischen den Huttwil Falcons (EHC Napf) und dem EHC Wiki Münsingen zugunsten der Aaretaler und setzte damit den krönenden Abschluss hinter eine tolle Aufholjagd. Die Falken verloren damit bereits ihre dritte Partie der Masterround ausserhalb der regulären Spielzeit.

Eine Kuriosität aus Huttwil: Die Leistung der Falken beim 5:1 Sieg gegen Aarau war ungenügend. Deshalb war gegen Wiki eine klare Leistungssteigerung gefordert. Diese wurde erbracht und endete in einer Niederlage (!!!) Dabei hätte die Partie nach dem ersten Drittel bereits zugunsten der Huttwiler entschieden sein müssen. Trotz anfänglich noch spürbarer Verunsicherung hatten die Falken Spielgeschehen und Gegner gleich von Beginn an im Griff. Die Einheimischen erspielten sich Chance um Chance, und Wiki hätte sich nicht beklagen dürfen, wenn es nach den ersten zwanzig Minuten 5:0 gestanden hätte. So waren die beiden Treffer von Micha Schär und Dino Altorfer eine deutlich zu geringe Ausbeute. Im zweiten Drittel glich sich das Spielgeschehen etwas aus und auch Wiki kam zu Chancen. Die hochkarätigeren Möglichkeiten hatten jedoch immer noch die Falken, was in der 28. Minute zu Alain Sägessers 3:0 führte. Zu diesem Zeitpunkt deutete nichts darauf hin, dass die partie noch kippen könnte. In der 38. Minute gelang jedoch Wikis Roman Denkinger der Anschlusstreffer. Von diesem Zeitpunkt an schöpften die Aaretaler wieder Hoffnung. Nach Oliver Kieners glücklichem Anschlusstreffer zum 3:2 (48.) war vor dem Tor der Gastgeber endgültig die Hölle los, und der Ausgleichstreffer in der 57. Minute war die logische Konsequenz davon. Dass die Falken nicht gewinnen, wenn sie in die Verlängerung müssen, weiss inzwischen die ganze Liga. So kam es, wie es kommen musste.

Für die Huttwiler bleiben folgende Erkenntnisse: Gegen andere Spitzenteams reichen 45 gute Minuten oft nicht aus. Wenn man zu wenig Tore schiesst und seine Chancen nicht nützt, reicht manchmal selbst ein 3:0 Vorsprung nicht zum Sieg. In den Verlängerungen sind Punkte zu gewinnen oder zu verlieren. Bei etwas besserer Ausbeutung in den Verlängerungen könnten die Falken Tabellenführer sein. Chancen zum Sieg hatten die Flaken in jeder Overtime. Stefan Gerber meinte nach dem Spiel zu recht: «Wir sind mit unserem Glück in dieser Saison sehr sparsam umgegangen und haben es bestimmt noch nicht aufgebraucht.» In der Tat ist ob dem Ärger und Frust ob dieser unnötigen Niederlage Grund zu Optimismus angesagt. Denn hinsichtlich der notwendigen Playoff-Form sind die Falken wieder deutlich besser im Fahrplan. Wenn die Leistung der guten 45 Minuten über die ganze Spielzeit erbracht werden kann, und wenn die Chancenauswertung noch etwas besser wird, ist mit Bieri, Sägesser & Co zu rechnen.

EHC Napf – EHC Wiki 3:4 n.P. (2:0, 1:1, 0:2, 0:0)

NSZ Huttwil, 312 Zuschauer. SR: Ummel, Brönnimann/ Stirnemann. Tore: 12. Schär (Berchtold) 1:0. 14. D. Altorfer (Schär, R. Altorfer) 2:0. 28. Sägesser (Guazzini, Bieri) 3:0. 38. Denkinger (Dubach, Ausschluss R. Altorfer) 3:1. 48. O. Kiener 3:2. 57. Baumgartner (Christen, Iseli) 3:3. 65.00 Zurflüh 3:4. Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Napf, 7-mal 2 Minuten gegen Wiki.

Napf: Schilt; Kindler, Stoller; Marolf, Berchtold; Wegmüller, Born; Guazzini, Bieri, Sägesser; R. Altorfer, Schär, D. Altorfer; Gerber, Studer; Schütz; Tschumi, Meyer, Zürcher.

Wiki: Kilchör; Scheuner, C. Kiener; O Kiener, Wegmüller; Tschannen, Keller; Denkinger, Hoppe, Baltisberger; Dubach, Zurflüh, Christen; Iseli, Baumgartner; Portmann; Müller, Dubach, Moser.

Tabelle 1. MANNSCHAFT

 
1.
Huttwil Falcons
0/0
2.
0/0
5.
0/0
7.
0/0
8.
0/0
9.
0/0
11.
0/0
12.
0/0
 

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