Huttwil Falcons siegen gegen defensives Aarau mit 5:1
Klarer Sieg für den EHC Napf gegen einen ultra defensiv eingestellten EHC Aarau. Dabei zeigten sich beide Teams weit weg von der Playoff-Form. Vor allem bei den Huttwil Falcons dürfte dieses Spiel zu denken geben.
Die Entschuldigungen vorweg: 1.) Solche Spiele gibt es gelegentlich auch bei Spitzenteams. 2.) Nach den klaren Niederlagen in den bisherigen Spielen dieser Saison gegen die Huttwiler wollten die Gäste ein weiteres Debakel verhindern. 3.) Trotz bedenklich schwachem Spiel dominierten die Huttwiler ihren Gegner von A – Z. 4.) Die Chancen der Gastgeber hätten locker für ein zweistelliges Ergebnis ausgereicht. 5.) Die Regel, wonach die Tore bekommt, wer sie nicht schiesst, fand in diesem Spiel keine Anwendung. Trotz gelegentlichen, kurzen Schwimmphasen erfüllten die Näpfler weitgehend ihre defensiven Pflichten. Aber:
Was war das für ein Gurkenspiel! Eishockey kann so grausam sein: In diesem Falle für die Zuschauer. Wobei es zu erwähnen gilt, dass die Huttwil Falcons normalerweise ihre Anhänger mit attraktivem Eishockey bestens unterhalten. Was aber im Spiel gegen den EHC Aarau dem zahlenden Publikum geboten wurde, war schlichtweg eine Zumutung. Wobei die ultradefensiv eingestellten, nur aufs Zerstören des gegnerischen Spiels ausgerichteten Gäste massgeblich zum tiefen Spielniveau beitrugen. Nach den beiden Schlappen gegen die Falken (10:1 und 7:1) erreichten sie immerhin ein etwas gnädigeres Resultat, und sie hielten sich sogar ihre Chancen auf einen Punktgewinn lange Zeit offen. Die Falken machten ihren Gästen das Verteidigen jedoch zuweilen sehr leicht. Was da alles für Pässe nicht ankamen, nicht angenommen werden konnten, wie oft die Scheibe vertändelt oder über diese geschlagen wurde, ging auf keine Kuhhaut. Mit andern Worten: Es war Krampf und Mühsal für Spieler, Staff und Zuschauer.
Fazit: Teams, welche in der Masterround spielen, sind für die Playoffs qualifiziert. Für die Aarauer wäre alles andere als ein Ausscheiden in den Viertelfinals eine Sensation. Aber auch die Falken werden sich gewaltig steigern müssen, wollen sie keine unangenehme Überraschung erleben. Zurzeit sind sie weit von der Playoff-Form entfernt, und müssen sich in fast allen Belangen steigern, wenn sie ihre hochgesteckten Ziele nicht zum frühest möglichen Zeitpunkt verfehlen wollen. Immerhin gewannen sie nach zwei knappen und ärgerlichen Overtine-Niederlagen wieder ein Spiel. Zumindest dies wird der Moral gut tun.