Im Duell zweier oft genannter Playoff-Finalisten gewannen die Huttwil Falcons auch das zweite Spiel gegen den Amateur-Schweizermeister der letzten zwei Jahre. Dabei gibt das Resultat die Differenz zwischen den beiden Teams nicht deutlich genug wieder.
Der Erfolg der Einheimischen hatte mehrere Schlüssel. Den Grundstein dazu legten die Falken mit zwei Toren durch Simon Born (31.) und R. Altorfer (37.) in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels, das die Falken klar dominierten. Wichtig war auch die Reaktion nach dem Anschlusstreffer durch Sandro Hirzel, (49.), welchen Thomas Studer nur Sekunden später korrigierte. Einmal mehr stellten die Gebrüder Altorfer ihre Wichtigkeit für ihr Team unter Beweis. An drei der vier Falken-Treffer war mindestens einer der beiden Brüder beteiligt. Immer stärker wird auch Simon Born, welcher an diesem Abend völlig zurecht als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet wurde.
Die Falken sind derzeit für die Solothurner eine Nummer zu gross. Gleich mit 7:2 schossen die Gastgeber im Hinspiel den letztjährigen Amateur-Schweizermeister aus dessen eigenen Halle. Und auch im gestrigen Spiel hätte das Verdikt deutlicher ausfallen können. Zuchwil-Regio entpuppt sich in dieser Saison zeitweise als Wundertüte, und boten ihrem Publikum einige Überraschungen der negativen Art. So gingen von den letzten drei Partien – allesamt gegen keineswegs übermächtige Gegner - deren zwei verloren. Aber auch die Falken waren zuletzt nicht über jeden Zweifel erhaben. Konnte die Niederlage gegen den Spitzenklub SC Lyss noch unter Normalität abgebucht werden, war die Pleite gegen den EHC Burgdorf kaum budgetiert. Die Falken dürften mit dem verdienten und klaren Erfolg über Zuchwil eine mögliche Krise abgewendet haben, noch bevor diese richtig begann. Deutliche Fortschritte machte das Team von Coach Stefan Gerber auch im Powerplay. Der zweite Treffer war wunderschön in doppelter Überzahl herausgespielt. Dies ist deshalb erwähnenswert, weil gerade diese Situationen nicht zu den stärken der Falken zählten. Diesmal wurden jedoch die zwingenden Torszenen gleich in Serie herbei kombiniert, was zu endlich mal zu einem logischen und zwingenden Treffer führte. Ganz anders die Solothurner. Sie hatten im letzten Drittel Gelegenheit, während einer zweiminütigen, doppelten Überzahl nochmals heranzukommen. Es gelang ihnen nicht, die Falken in ernsthafte Probleme zu bringen. Trotzdem. Dass sie Klasse besitzen, bewiesen die Gäste in einigen Szenen. Derzeit spielen sie jedoch weit unter ihrer Bestform.
EHC Napf – EHC Zuchwil-Regio 4:2 (0:0, 2:0, 2:2)
NSZ Huttwil, 284 Zuschauer. SR: Grassi, Maag/Borga. Tore: 31. Born (D. Altorfer) 1:0. 37. R. Altorfer (Stoller, Ausschlüsse Stalder, Beyeler) 2:0. 49. Hirzel 2:1. 49. Studer 3:1. 52. D. Altorfer (R. Altorfer, Auschluss Guazzini) 4:1. 59. Pistolato (Lüthi, Murer, Ausschluss von Dach) 4:2. Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Napf, 6-mal 2 Minuten gegen Zuchwil.
Napf: Schilt; Kindler, Stoller; Schütz, Born; Marolf, Wegmüller; Guazzini, Sägesser, Schär; R. Altorfer, D. Altorfer, Studer; Tschumi, Meyer, Zürcher; Gerber.
Zuchwil: Ackermann; Lüthi, Wüthrich; Junker, Mosimann; Hirzel, Beyeler; Pistolato, Murer, Brand; von Dach, Rohrer, Malgin; Schlup, Rohrbach, Schöni; Stähli, Bahlen, Stalder.