Nach 61.24 beendete Burgdorfs Martin Muralt die Aufholjagd der Falken und sicherte den Einheimischen in der Verlängerung doch noch den 6:5 Sieg. Die Kiburger bescherten den ambitionierten Gästen bei zum Teil starkem Schneefall die zweite Niederlage in Serie. Dabei schien das Spiel nach David Stolls Treffer zum 4:0 in der 29. Minute bereits entschieden.
4:0 gewannen die Falken das Hinspiel in Huttwil gegen den EHC Burgdorf und liessen dabei keinerlei Zweifel an den Stärkeverhältnissen. 4:0 hiess es auch in Burgdorf wieder, und zwar bereits nach 28.05. Nur führten diesmal nicht die Falken, sondern die Burgdorfer. Eine Hypothek, welche sich für die Huttwil Falcons als zu gross erweisen sollte.
Die ersten zehn Minuten des zweiten Drittels gehören traditionell den Falken. Für viele ihrer Siege legten die Huttwiler den Grundstein genau in dieser Phase. Im Spiel gegen Burgdorf war alles anders. Burgdorf, welches nach dem ersten Drittel durch einen Treffer von Martin Muralt in der 5. Minute 1:0 führte, erzielte bereits 24 Sekunden nach Beginn des Mittelabschnitts durch Florian Rutschi das 2:0. Endgültig entschieden schien das Spiel, als in der 28. und 29. Minute innerhalb von nur 26 Sekunden Marc Lanz und David Stoll auf 4:0 erhöhten. Dieser Hammerschlag und das Timeout, welches Coach Stefan Gerber daraufhin nahm, reichten jedoch endlich, die Falken aufzurütteln. Noch vor der zweiten Drittelspause verkürzten Dino Altorfer (31.) und Björn Guazzini (39.) auf 4:2, und brachten die Hoffnung wieder ins Team zurück. In den turbulenten Schlussminuten der regulären Spielzeit glichen die Gäste durch den zweiten Treffer von Björn Guazzini zwar noch zum 5:5 aus. Nach genau 61.24 besiegelte jedoch Martin Muralt die Niederlage der Falken.
Es war die Linie mit Martin Muralt, Florian Rutschi und dem Ex-Näpfler Marc Lanz, welche den Huttwilern den Garaus machte. Sie zeichnete für fünf von Burgdorfs sechs Toren verantwortlich und verbuchte gesamthaft zwölf Skorerpunkte. Sämtliche Tore bis zum 3:0 waren zudem Co-Produktionen dieser drei Spieler. Die Gäste scheiterten jedoch nicht nur an ihrem Gegner, sondern auch an sich selbst. Bei nur annähernd genügender Chancenauswertung hätten die Falken bereits nach dem ersten Drittel mit zwei oder drei Toren Differenz führen müssen.
Die Huttwil Falcons scheinen ihr überlegenes spielerisches Potential nicht nützen zu können, wenn die Eisverhältnisse schwierig sind. Nach der Niederlage gegen Brandis ist diejenige gegen Burgdorf bereits die zweite gegen einen Gegner, den man eigentlich schlagen müsste. Beide Male waren die Verhältnisse auf dem Eis nicht optimal. Während derart miserable Verhältnisse wie beim Spiel gegen Brandis in einer Halle nicht vorkommen dürften, ist es auf offenem Eis wie in Burgdorf normal, dass die Witterung einen Einfluss hat. Gut, dass in den entscheidenden Phasen der Meisterschaft (ab dem Playoff-Halbfinal) kaum mehr auf schlechtem Eis gespielt werden dürfte.
EHC Burgdorf – EHC Napf 6:5 n.V. (1:0, 3:2, 1:3, 1:0)
KEB Burgdorf, 171 Zuschauer. SR: Kiener, Stirnemann/Vögeli. Tore: 5. Martin Muralt (M. Lanz, Rutschi) 1:0. 21. Rutschi (M. Lanz, Martin Muralt) 2:0. 28. M. Lanz (Martin Muralt, Rutschi, Ausschluss Studer) 3:0. 29. Stoll (Inniger) 4:0. 31. D. Altorfer (R. Altorfer) 4:1. 39. Guazzini (Schär, Sägesser, Ausschluss Martin Muralt) 4:2. 47. Schär (Sägesser, Guazzini). 4:3. 57. M. Lanz (Mathias Muralt) 5:3. 58. Studer (Schütz, Auschluss Stäubli) 5:4. 60. Guazzini (Sägesser, R. Altorfer, Ausschlüsse Studer, Seematter) 5:5. 62. Martin Muralt 6:5.
EHC Burgdorf: Baumgartner; Seematter, Künzi; Mathias Muralt, Rosenfellner; Martin Muralt, Rutschi, M. Lanz; Moor, M. Blatter, B. Blatter; Spart, Stoll; Inniger; Flück, Hostettler, Stäubli.
EHC Napf: Wüthrich; Kindler, Stoller; Born, Schütz; Wegmüller, Marolf; Guazzini, Sägesser, Schär; R. Altorfer, D. Altorfer, Studer; Tschumi, Zürcher; Meyer.