Die Huttwil Falcons liessen nichts anbrennen und schickten den EHC Adelboden gleich mit einer 10:2 Packung ins Oberland zurück. Nach einem zu knapp ausgefallenen ersten Drittel sorgten die Huttwiler zu Beginn des zweiten Spielabschnitts schnell für klare Verhältnisse. Erstmals sorgte der neue Fanclub FS-08 für Stimmung in der Halle.
Endlich! Die Falken-Heimspiele werden zum Event! Gegen 50 lautstarke und fröhliche Fans brachten erstmals richtige Heimspiel-Stimmung ins Sportzentrum Huttwil. Die eingesetzte Pauke war ein Geschenk von Falken-Präsident Heinz Krähenbühl. In seinem Kleinbus gründeten einige Lehrlinge während der Fahrt zum Auswärtsspiel gegen Thun den Fanclub.
Viele Experten vermuteten die Adelbodner vor der Saison auf dem letzten Tabellenrang. Nichtsdestotrotz belegen sie nach der Vorrunde den sehr guten siebten Playoff-Rang. Der Startsieg gegen den Amateur-Schweizermeister der letzten zwei Saisons, Zuchwil Regio, kam einer Sensation gleich, und auch der renommierte SC Lyss hatte vor Wochenfrist seine liebe Mühe und besiegte die Oberländer erst durch einen Effort im letzten Drittel. Die Falken waren also gewarnt. Adelboden hatte indes in Huttwil nichts zu bestellen. Bereits im ersten Drittel hätten die Platzherren für klare Verhältnisse sorgen müssen. Die Grosschancen wurden jedoch reihenweise versiebt. So blieb der Treffer von Micha Schär das einzige zählbare Ergebnis im Startabschnitt. Das Tor war jedoch sehenswert. Thomas Wegmüller schickte mit einem mustergültigen langen Pass von der eigenen Torlinie aus den an der Mittellinie postierten Schär auf die Reise, welcher der Adelbodner Verteidigung davoneilte, und auch Gästehüter Ciril Pieren nicht den Hauch einer Chance liess. Dass die Gäste spielerisch nicht mithalten konnten, beweist auch die Tatsache, dass sie während einer zweiminütigen, doppelten Überzahl zu keinen nennenswerten Chancen kamen.
Wie bei den Falken nicht zum ersten Mal beobachtet, steigerten sie ab dem zweiten Drittel ihre Effizienz. Ohne sich spielerisch zu steigern, machten sie nun ihre Chancen auch zu Treffern. Nachdem sie die zweiminütige Ueberzahl zu Beginn des Abschnitts noch unbenutzt verstreichen liessen, sorgten sie danach mit drei Toren innerhalb von viereinhalb Minuten für die Entscheidung. Der Rest war Zugabe. Falken-Coach Stefan Gerber nach dem Spiel: «Dies war bestimmt nicht unsere beste Partie. Die drei Tore in der ersten Hälfte des zweiten Drittels brachten die nötige Ruhe ins Spiel. Leider verbunden mit einem gewissen Schlendrian, welcher zu den Gegentoren führte.»
EHC Napf – EHC Adelboden 10:2 (1:0, 4:1, 5:1)
NSZ Huttwil, 337 Zuschauer. SR: Huber, Blasimann/Laager. Tore: 14. Schär (Wegmüller) 1:0. 23. Gerber (Schär) 2:0. 25. Sägesser (Guazzini, Kindler, Ausschluss Müller) 3:0. Guazzini (Sägesser, Meyer, Ausschluss Haueter) 4:0. 29. Käser (Loosli) 4:1. 40: Gerber (Wegmüller) 5:1. 41. Guazzini (Sägesser, Stoller) 6:1. 42. Schär (Schütz, Gerber) 7:1. 52. Schütz (Schär, Wegmüller) 8:1. 53. Meyer (Sägesser) 9:1. 59. Lanz (R. Altorfer, D. Altorfer) 10:2. Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Napf, 6-mal 2 Minuten gegen Adelboden.
Napf: Schilt; Prinz, Born; Kindler, Stoller; Wegmüller, Berchtold; Marolf; D. Altorfer, R. Altorfer, Studer; Guazzini, Bieri, Sägesser; Gerber, Schär, Schütz; Tschumi, Zürcher, Meyer; Lanz;
Adelboden: Pieren; Haueter, Koller; Rageth, Baumann; Jungen; B. Marcon, Steiner, Käser; Loosli, A Marcon, Küenzi; M. Brügger, Müller, Künzi; R. Brügger, Schmid, Haueter; Loretan.