Mit 8:2 gewannen die Huttwil Falcons die Partie, welche nach dem ersten Drittel bereits entschieden war. Die Huttwil Falcons machten mit dem EHC Thun kurzen Prozess und liessen somit nach der unerwarteten Derby-Niederlage keinen Zweifel über ihre Verfassung aufkommen.
Von den letzten vier Spielen gewannen die Huttwil Falcons nur gerade ein einziges. Zu wenig für ein Team mit den Ansprüchen der Emmentaler. Die Falken neigen dazu, ihre Gegner zuweilen zu unterschätzen, und gehen deshalb oft nicht mit der nötigen Intensität an ihre Aufgaben heran. Nach dem Motto «soviel wie nötig» will man Spiele mit Abgeklärtheit hinter sich bringen, ohne allzu viel Kräfte zu verbrauchen. Das Team kann jedoch nicht einfach einen Gang höher schalten, wenn es merkt, dass die angeschlagene Kadenz nicht ausreicht. Nach der ärgerlichen Niederlage der Huttwil Falcons gegen Brandis traf Coach Stefan Gerber interne Massnahmen, welche diesem Übel Abhilfe schaffen sollten. Inwieweit diese fruchteten, war im Spiel gegen die Oberländer schwer feststellbar. Denn die Thuner waren kein Gradmesser. «Wenn es uns anhängt, sollten wir das Spiel problemlos gewinnen.» sagte Präsident Heinz Krähenbühl vor dem Spiel und deutete damit an, dass andernfalls die Nervosität Sand ins Getriebe der Huttwiler streuen könnte. Bereits nach zehn Minuten war klar, dass weder Nervosität noch Sand die Gäste daran hindern würde, die drei Punkte einzufahren. Remo Altorfer hatte in der 4. und 10. Minute zweimal getroffen. Am Ende des Startdrittels hiess es bereits 4:1 zu Gunsten der Falken. Michael Gerber (15.) und Dino Altorfer (19. ) trafen. Dazwischen konnte Thuns zweifacher Torschütze Michel Bühlmann das Resultat etwas beschönigen. Thun war immer dann überfordert, wenn die Besucher Tempo machten und die Scheibe schnell laufen liessen. Die Gastgeber waren in solchen Phasen oft mehr als nur einen Schritt zu spät und mussten Regelwidrigkeiten greifen. Das zweite und das dritte Tor der Huttwiler fielen denn auch prompt in Überzahl. Ab dem zweiten Spielabschnitt nahmen die Gäste etwas Tempo aus dem Spiel, blieben jedoch die dominierende Mannschaft. Da die kämpferischen, aber limitierten Thuner weiterhin keine Akzente setzen konnten, wurde das Spiel langweilig. Die Treffer von Martin Meyer (23.) und Marco Kindler (29.) entschieden die Partie endgültig. Erst im Schlussdrittel kam wieder Leben in die Bude, denn dieses hätte durchaus mit 5:5 enden können. Die Gäste nahmen den klaren Spielstand zum Anlass, einige risikoreichere taktische Varianten zu üben, was beiden Teams eine ganze Reihe erstklassiger Chancen bescherte.
EHC Napf – EHC Thun 2:8 (1:4, 0:2, 1:2)
KEB Thun, 120 Zuschauer. SR: Stingelin, Zuimmermann/Borga. Tore: 4. R. Altorfer (D. Altorfer) 0:1. 10. R. Altorfer (Ausschluss Aeschlimann) 0:2. 15. Gerber (Berchtold, Schütz, Ausschluss Segessenmann) 0:3. 18. Bühlmann (Niederhäuser, Ausschluss D. Altorfer) 1:3. 19. D. Altorfer (R. Altorfer, Studer) 1:4. 23. Meyer (Kindler) 1:5. 29. Kindler (Sägesser, Ausschluss Zürcher) 1:6. 43. Bühlmann (Zürcher) 2:6. 44. Wegmüller (Bieri) 2:7. 53. Lanz (Schütz) 2:8. Strafen: 7-mal 2 Minuten + 1-mal 10 Minuten (Lanzrein (Check von hinten) gegen Thun, 2-mal 2 Minuten gegen Napf.
Thun: Bütschi; Willener, Aeschlimann; Lanzrein, Niederhäuser; Segessenmann, Reber; Rohrbach; P. Zürcher, Marolf, Bühlmann; Saurer, Dick, Reusser; Sahli, Reymondin.
Napf: Schilt; Kindler, Stoller; Berchtold, Born; Wegmüller, Marolf; Guazzini, Bieri, Sägesser; R. Altorfer, D. Altorfer, Gerber; Schütz, Lanz, Tschumi, K. Zürcher, Meyer, Studer; Schär.