Die Playoffs sind die intensivste Phase jeder Eishockey Meisterschaft. In den Playoffs wird gefightet. Da sind Emotionen drin. Da geht’s zur Sache. Im Spiel gegen den SC Unterseen-Interlaken waren die Huttwil Falcons lange Zeit das bessere Team. Sie spielten das bessere, das effizientere Eishockey, liefen besser, liessen die Scheibe besser laufen, und sie führten nach vierzig Minuten völlig zu Recht mit 2:0. Aber sie spielten ein völlig normales Qualifikationsspiel. Ein Spiel, das mit der Intensität der Playoffs ungefähr soviel zu tun hatte wie eine Übung der Schweizer Armee mit der Schlacht von Sempach. Im letzten Drittel, als die Oberländer die Intensität steigerte, als sie Emotionen ins Spiel brachten, drehten sie das Spiel. Die Falken waren für diese Intensität nicht bereit. Sie waren überfordert und wurden überfahren. Die Huttwiler verfügen über das Potential, das beste Team der 1. Liga zu sein. Aber sie sind noch weit vom Niveau entfernt, welches sie in den Playoffs haben müssen. Sie können den hohen Rhythmus, die hohe Intensität und die Leidenschaftlichkeit, wie sie in den Playoffs vorherrscht, noch nicht mitgehen. Dies ist in der jetzigen Phase der Meisterschaft nicht schlimm. Denn das Team von Coach Stefan Gerber ist auf dem richtigen Weg. Im Spiel vom Mittwoch gegen den EHC Wiki Münsingen bekommen die Falken einen weiteren starken Gegner vorgesetzt. Aus dem Hinspiel ist eine Rechnung zu begleichen. Zudem ist vor eigenem Publikum ein Sieg Pflicht.