Wer in der Qualifikation gegen seine stärksten Gegner nicht voll geht, wird es in den Playoffs auch nicht können. Die Huttwil Falcons bezogen gegen Wiki im dritten Spiel gegen einen Gruppenfavoriten ihre erste Saisonniederlage. Mit Unterseen-Interlaken tritt am Samstag der vierte grosse Konkurrent gegen die Huttwiler an. Wie ist die bisherige Saison von Coach Stefan Gerbers Team zu beurteilen? Die Falken sind klar stärker als letztes Jahr. Sie sind das technisch beste Team der Gruppe. Die hochkarätigen Transfers zahlen sich aus. Die Mannschaft hat zwei von drei Härtetests bestanden und steht punktgleich mit Wiki an der Tabellenspitze. Die Falken neigten jedoch in einigen Spielen zum Minimalismus. Diese Bequemlichkeit wurde in Wichtrach bestraft. Gute Teams zeichnen sich dadurch aus, dass sie erst beim Saisonhöhepunkt in Hochform sind, sich jedoch problemlos für die Playoffs qualifizieren. Dass die Falken die Playoffs verpassen, ist undenkbar. Die knappe Niederlage gegen Wiki wird bald vergessen sein. Trotzdem: Die Intensität der Playoffs kann in der Qualifikation gegen andere starke Teams trainiert werden. Wer dies nicht tut, wird überfordert sein, wenn es um alles geht. Den Huttwilern wurde gegen die Aaretaler aufgezeigt, dass kein Team gratis den Playoff-Final erreicht. Unterseen ist ein attraktiver Gegner und ein echter Gradmesser! Die Oberländer bringen viel Publikum und Stimmung an ihre Auswärtsspiele. Es wird etwas los sein im Nationalen Sportzentrum. Von den Falken ist eine starke Reaktion gefordert!