Die Falken haben mehr Potential
Die Huttwil Falcons stehen vor einer harten Halbfinal-Serie gegen den SC Unterseen-Interlaken. Die Serie ist eine Reprise des letztjährigen Halbfinals, welchen die Näpfler nicht in bester Erinnerung haben dürften. Die Oberländer qualifizierten sich in drei hart umkämpften Spielen auf dem kürzesten Weg für den Final, in welchem sie dem EHC Zuchwil Regio ebenfalls in drei Spielen unterlagen. In der aktuellen Saison gewannen die Falken gegen diesen Gegner von neun möglichen Punkten deren fünf. Viel entscheidender jedoch ist, dass die Unterseer dabei zwei Mal nach Verlängerung (einmal davon sogar nach Penaltys) gewannen, bevor die Huttwiler im letzten Spiel der Masterround mit einem Dreier gerade noch rechtzeitig vor den Playoffs den ersten Sieg nach sechs Niederlagen einfuhren. Die Oberländer zeichnen sich dadurch aus, dass sie Emotionen ins Spiel, und damit ihre Gegner aus dem Konzept bringen können. Wie dies geht, erfuhren Björn Guazzini, Simon Born & Co. am 29. November in Unterseen. Nach dem vermeintlich siegbringenden 3:1 durch Remo Altorfer in der 46. Minute nahmen die Einheimischen Pascal Stoller recht unsanft aus der Partie, und drehten danach das sehr emotional gewordene Spiel noch. Die Falken haben jedoch zweifellos das bessere spielerische Potential. Wenn es ihnen gelingt, auf Situationen wie diejenige vom 29. November abgeklärt zu reagieren und dagegen zu halten, haben sie gute Finalchancen.