Der EHC Thun hat in der aktuellen Saison wahrlich keine grossen Stricke zerrissen. Mit lediglich 15 Punkten aus 21 Spielen belegen die Oberländer neu die rote Laterne, welche sie in der Direktbegegnung vom vergangenen Dienstag zwischen den beiden Tabellenletzten von Rot-Blau Bern-Bümpliz übernommen haben. Nur gerade 34 Tore erzielten sie in der bisherigen Qualifikation, was einem Schnitt von lediglich 1,6 Treffern pro Spiel betrifft. Leicht könnte man auf den Gedanken kommen, dass die Thuner kein ernst zu nehmender Gegner für die Huttwil Falcons sein können. Wollen die Einheimischen die Anfang nächsten Jahres beginnende Masterround mit einem Heimspiel mehr in Angriff nehmen können, ist ein Sieg gegen Thun Pflicht. Die Chancen dazu sind sind nach der 21. Runde massiv gestiegen, verloren doch die beiden direkten Konkurrenten Unterseen-Interlaken und SC Lyss völlig überraschend ihre Spiele. Aber aufgepasst: Dass aufopfernd kämpfende Mannschaften aus den hinteren Tabellenregionen gegen die Spitzenteams in einzelnen Spielen durchaus eine Chance haben und sogar gewinnen können, bewies zuletzt der EHC Adelboden, welcher die Falken letzten Samstag mit einer knappen 5:4 Niederlage nach hause schickte. Ein kleines Detail am Rande. Adelboden verlor prompt sein nächstes Spiel gegen Zunzgen Sissach klar mit 2:6. Die Baselbieter ihrerseits verloren letzten Samstag gegen den EHC Thun mit 1:3. Einen weiteren Exploit eines Teams aus dem Oberland zu verhindern, muss die Devise der Falken sein.