Jetzt, wo sich die Saison langsam dem Ende zuneigt, kommt ihre Zeit. Mit Hunderten von Spielen in den Beinen gehören sie zwar nicht mehr zu den Schnellsten und Flinksten, aber durch ihre Erfahrung können sie in den vielen kleinen, scheinbar unbedeutenden Momenten über Sein und Nichtsein ihres Teams entscheiden. Über Aufstieg in die NLB und Ausscheiden in den Viertelfinals. Über Sieg und Niederlage. Jetzt kommt die Zeit der alten Haudegen. Der Spieler, die bereits mehr über Eishockey vergessen haben, als die Rookies an ihrer Seite in den nächsten 10 Jahren lernen können. Jetzt kommt die Zeit von Spielern wie Bruno Brechbühl. Mit Langnau, Fribourg, Genf, Lausanne und Visp hat der Emmentaler fast überall in der Schweiz gespielt, wo man Kunsteis spritzen kann. Er hat gegen Abstiege und um Meisterschaften gekämpft. Er hat alles gesehen, was es in diesem Sport zu sehen gibt. Zwei Dekaden Schweizer Eishockeygeschichte auf höchstem Niveau.
„Sicher ist die Routine wichtig in den Playoffs“, sagt Bruno Brechbühl, „so kann man auch viel den jungen Spielern mitgeben.“ Denn plötzlich gehe es nicht mehr um Punkte, sondern nur noch darum, wer zuerst dreimal gewinnt. „Das ist alles. Nur das zählt.“ Dann, holt der Stürmer aus, zähle vor allem die mentale Einstellung. Das sagen die Hockeyspieler zwar immer, aber im Playoff trifft es auf jeden Fall zu. „Wenn du voller Hoffnungen in die Viertelfinals startest und du verlierst die ersten beiden Spiele“, erklärt der Routinier, „dann muss das nicht unbedingt daran liegen, dass du schlechter bist als das andere Team.“ Aber in einer solchen Lage sei es dann entscheidend seine Kräfte zu bündeln und an die eigenen Stärken zu glauben. „Dann kommt es nur noch auf den Kopf an“, ist sich Brechbühl sicher.
Bruno Brechbühl freut sich auf die Playoffs. Die Falcons hatten sich drei Spiele vor Schluss bereits den Sieg in der Masterrunde gesichert. Ihre Führung erscheint absolut unantastbar und garantiert ihnen das Heimrecht durch die ganzen Playoffs. Darauf ist Brechbühl stolz, obschon er genau weiss, dass die Karten am 13. Februar nochmals ganz neu gemischt werden. „Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt der Emmentaler. Das nächste Spiel gegen Unterseen und das letzte gegen Burgdorf seien gute Formmesser für die anstehenden Viertelfinals. „Beide Spiele werden hart und kämpferisch ausfallen, zwei wichtige Komponenten in den Playoffs“, lächelt Brechbühl.