Seit Saisonbeginn stehen die Falken an der Tabellenspitze der 1.-Ligagruppe Zentralschweiz. Es sieht nicht so aus, als würde sich dies noch ändern. Die Truppe von Alfred Bohren hat in der Masterrunde gleich den Lauf aus der Qualifikation fortgesetzt und erst einen Punkt abgegeben. In einer hoch dramatischen, nach Spielzeit 0:0 stehenden Begegnung gegen Unterseen-Interlaken. Für Thomas Wegmüller trug diese Partie zwei Zeichen. Einerseits sei man zu fahrlässig mit guten Chancen umgegangen, andererseits hätte man aber dank der individuellen Klasse im Kader dennoch gewinnen können. „Das war eine Kopfsache“, fasst Wegmüller zusammen. Eine Kopfsache wird es voraussichtlich auch gegen Burgdorf werden. Gegen die Emmentaler ist ein Sieg Pflicht ohne wenn und aber, doch auf keinen Fall garantiert. „Wir müssen uns wie auf jeden Gegner seriös einstellen und ja nicht den Fehler machen, sie zu unterschätzen“, gibt der junge Langnauer Verteidiger zu bedenken.
Seine Karriere hat Thomas Wegmüller bei Langnau angefangen, wo er auch bis zum seinem Wechsel zu Huttwil vor drei Jahren gespielt hatte. „Das Team“, so kann Wegmüller nach 23 Spielen resümieren, „hat sich in dieser Zeit enorm gewandelt und verbessert.“ Der Konkurrenzkampf um die Plätze sei gross und das beflügle jeden immer von Neuem.
„Für mich als jungen Spieler ist es eine Ehre in solch einem Team spielen zu dürfen“, gesteht er. Auf die Frage, ob man jetzt ungeschlagen durch die Masterrunde marschieren werde, hat Thomas Wegmüller sofort eine Antwort parat, die er nicht ganz ohne Pathos zum Besten gibt: „Planen kann man nur die Leistung, nicht das Siegen.“ Und darauf komme es an, dass man die bestmögliche Leistung zeige und der Rest ergebe sich dann von selber.
Der Vorsprung auf den zweitplatzierten SC Lyss beträgt mittlerweile fünf Punkte, da die Seeländer ihr letztes Spiel gegen Wiki-Münsingen verloren haben. Zudem haben die Falken ein Spiel weniger auf dem Konto, womit die Huttwiler bereits um acht Zähler, also fast drei Siegen, über die Lysser führen könnten. Aber das interessiert Thomas Wegmüller wenig: „Wir müssen auf uns, und nur auf uns schauen.“ Erste Play-off-Gefühle seien zwar noch nicht aufgekommen, aber man spüre klar, dass es jetzt dem Ende der Saison entgegen gehe“, so Wegmüller.