Thomas Studer sorgte mit seinem Treffer in der 54.Minute für die Entscheidung im hart umkämpften Spiel zwischen dem EHC Wiki-Münsingen und den Huttwil Falcons zugunsten der Gäste. Damit korrigierten die Falken ihren Fehlstart vom Dienstag und glichen die Serie zum 1:1 aus.
Erneut war es jedoch ein hartes Stück Arbeit, welches auf die Huttwiler wartete. Coach Alfred Bohren nahm einige Umstellungen gegenüber dem ersten Spiel vor. So rückte Martin Meyer wieder ins Team. Dafür stürmte Thomas Studer anstelle von Micha Schär in der dritten Formation. Beide Teams lieferten sich von Beginn weg einen intensiven Kampf. Die Falken senkten die Quote der kleinen Fehler im Vergleich zum Auftritt in Huttwil deutlich. Aber auch die Einheimischen zeigten sich bereit. Wiki, das einen durchzogenen Saisonstart verzeichnete, steigerte sich über den Winter kontinuierlich und steht als ebenbürtiger Gegner der Falken im Final.
Gerade als der neutrale Zuschauer auch im zweiten Spiel den EHC Wiki-Münsingen Oberwasser gewinnen sah, kassierten die Aaretaler eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Als kurz darauf auch noch Marco Iseli wegen Halten in die Kühlbox musste, spielten die Falken in doppelter Überzahl, welche sie in der 31. Minute eiskalt ausnützten. Björn Guazzini schloss eine Kombination mit Daniel Bieri und Robert Othmann erfolgreich ab. Danach hatten die Gäste bis Drittelsende zeitweise heikle Situationen zu überstehen. Vor allem, als sich Thomas Wegmüller eine Zwei-Minuten-Strafe für Spielverzögerung einhandelte, brannte vor Falken-Hüter Simon Pfister das Eis.
In der 54. Minute tankte sich Thomas Studer auf der rechten Seite zu Wikis Tor durch und skorte zur Entscheidung zugunsten der Falken.
Nach dem Spiel stellte Alfred Bohren klar: «Heute hat Wiki zum ersten Mal seit dem 9. Januar (3:4 in Huttwil) wieder ein Spiel in der regulären Spielzeit verloren. Einzig im Playoff-Halbfinal gegen den SC Lyss resultierte seither eine Niederlage nach Penaltys. Wer die Falken zum voraus als Favorit in dieser Finalserie sah, trug diesem Umstand keine Rechnung. Die letzten zwei Monate spielte Wiki nicht nur auf Augenhöhe mit uns, sondern war besser als wir. Wir sind deshalb nicht die Favoriten. Die Aaretaler sind in dieser Gruppe der Titelverteidiger, und wir die Herausforderer.» Zu den beiden bisherigen Spielen in dieser Finalserie meinte Bohren: «Am Dienstag gewann mit Wiki die bessere Mannschaft, heute gewannen wir mit Glück.»
EHC Wiki-Münsingen – Huttwil Falcons 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)
Sagibach Wichtrach, 1'035 Zuschuer. SR: Derada, Bauer/Hebeisen. Tore: 31. Guazzini (Sägesser, Othmann, Ausschlüsse Hofstetter, Iseli) 0:1. 54. Studer 0:2. Strafen: Je 6-mal 2 Minuten.
Wiki-Münsingen: Kilchör; Scheuner, Kiener; Ottini, Tschannen; Walther, Wegmüller, Keller; Iseli, Hoppe, Käser; Denkinger, Moser, Hofstetter; Baumgartner, Dubach, Baltisberger; Beutler, Wenger.
Huttwil Falcons: Pfister; Stoller, Haas; Kindler, D. Wegmüller, Berchtold, T. Wegmüller; Malicek, Born; Bieri, Brechbühl, Othmann; D. Altorfer, R. Altorfer, Dähler;, Guazzini, Sägesser, Studer; Blaser, Meyer, Schütz.