Die Huttwil Falcons gewinnen auswärts in einem wahren Thriller auch das zweite Spiel der Halbfinal-Serie gegen den SC Unterseen-Interlaken.
In der 8. Minute der Verlängerung zog Renato Schütz vom linken Flügel etwa 2 Meter innerhalb der blauen Linie aus vollem Lauf ab. SCUI Hüter Simon Sigrist konnte nur nach vorne abwehren. Thomas Studer hatte keine Mühe, den Siegtreffer zum 2:3 zu markieren. Es war der Schlusspunkt hinter einem Spiel, das die Zuschauer von der ersten bis zu letzten Sekunde in Atem hielt.
Spiele zwischen den Steinböcken und den Falken sind sehr emotionale Angelegenheiten. Vor allem wenn sie im Oberland ausgetragen werden. Als einzigem Team gelang es dem SCUI in der Spielzeit 09/10, den Falken in einem Spiel alle drei Punkte zu entreissen. Wie bereits in der letzten Begegnung in Matten zwischen diesen beiden Mannschaften, welche nach Penaltyschiessen mit 0:1 für die Falken endete, wurde den Zuschauern auch diesmal wieder ein Thriller erster Güte geboten. Dabei dominierten die Huttwiler vor allem in den ersten beiden Abschnitten mehrheitlich, und verzeichneten ein deutliches Plus an Torschüssen. Die oftmals nicht ganz sattelfest wirkende Falken-Abwehr konnte jedoch nicht verhindern, dass die Einheimischen weitaus öfter gefährlich vor Torhüter Simon Pfister auftauchten, als ihnen lieb sein konnte. Wie auch die Unterseer hätten sich auch die Huttwiler nicht beklagen können, wenn sie nach 40 Minuten mit ein bis zwei Toren in Rückstand gelegen hätten. Die Oberländer konnten im dritten Abschnitt jedoch noch zusetzen. Gegen Ende der regulären Spielzeit waren die Steinböcke eher näher am Sieg als die Gäste.
In der Verlängerung dominierten dann jedoch wieder die Huttwiler. Zwar tauchten bei zwei Breaks auch die Unterseer nochmals gefährlich vor Simon Pfister auf.