Ungefährdeter Sieg zum Saisonstart für die Huttwil Falcons auswärts bei Basel Kleinhüningen. Dabei vermochte der Aufsteiger die favorisierten Besucher in keiner Phase aus der Reserve zu locken. Thomas Studer war bereits nach neun Minuten erster Doppel-Torschütze der Saison für sein Team.
Falken-Sportchef Gregor Thommen mochte ab der Leistung seines Teams (noch) nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen. «Das Positive ist sicher der Sieg, und dass wir acht Tore erzielten», resumierte Thommen. Aber er bemängelte die fehlende Laufbereitschaft und das mangelhafte defensive Verhalten der Falken. In der Partie, welche die Gäste nie Gefahr liefen, zu verlieren, taten sie nur das Nötigste zum Sieg. Bereits mit Rolf Portmanns 0:3 in der elften Minute war das Spiel gelaufen. Zuvor traf Thomas Studer zweimal (5. und 9.). Trotzdem: Bei den Platzherren war der Wille zu einem möglichst guten Resultat in jeder Phase der Partie erkennbar. Druckphasen der Falken überstanden sie oft unbeschadet, suchten bei Gegenangriffen den direkten Weg zum Tor und brachten die Gäste damit einige Male in Verlegenheit. Simon Pfister im Tor der Falken durfte seine Klasse einige Male unter Beweis stellen. Mit etwas mehr Glück wäre mehr als nur gerade der Ehrentreffer durch Thomas Frehner in der 18. Minute drin gelegen. Bei den Huttwilern stimmten auf stumpfem Eis viele Automatismen verständlicherweise noch nicht. Zudem verhinderte der prominenteste Zuzug der Basler, der von Unterseen gekommene Torhüter Benjamin Hohlbaum für die Einheimischen Schlimmeres. Denn sobald die schnellen Kombinationen der Gäste klappten, waren Hohlbaums Vorderleute überfordert.
Nach diesem ersten Spiel ist es schwierig, die tatsächliche Stärke der Huttwiler einzuschätzen. Die Basler, welche in der Vorbereitung den Ligakonkurrenten EHC Thun bezwangen, und zudem den letztjährigen Playoff-Teilnehmer EHC Brandis hart forderten, hatten den Huttwilern ausser dem guten Willen und Torhüter Benjamin Hohlbaum nicht viel entgegen zu setzen. Ein erster echter Test steht dem Team von Coach Alfred Bohren am kommenden Mittwoch in Zuchwil bevor. Dann wird sich weisen, wie defensiv sattelfest Othmann, Sägesser & Co. gegen ein anderes Spitzenteam spielen können. Dazu Gregor Thommen: «Heute waren die Verhältnisse nicht einfach. Trotzdem werden wir uns im nächsten Spiel beträchtlich steigern und vor allem mehr laufen müssen, wenn wir bestehen wollen.» Kein Zweifel: in Zuchwil wartet der erste Leckerbissen in der noch jungen Erstliga- Saison auf die Zuschauer. (Bruno Wüthrich)