Hart umkämpfter 7:2 Sieg der Huttwil Falcons gegen den EHC Thun. Wie bereits in der ersten Begegnung zwischen den beiden Teams war die Partie lange Zeit umstritten. Erst ein Doppelschlag der Huttwiler in der 52. Minute entschied die Partie endgültig.
Das Resultat täuscht. Der mit 5 Siegen aus 18 Spielen auf dem 9. Rang liegende EHC Thun scheint den Huttwil Falcons nicht zu liegen, auch wenn die Resultate oberflächlich betrachtet eine Sprache sprechen. 7:2 Sieg für die Falken am 31. Oktober in Thun. Die Entscheidung fiel jedoch erst in der 54. Minute. Zuvor hatten die Thuner die Falken mehr als nur geärgert. 7:2 Sieg auch am am Samstag im Nationalen Sportzentrum Huttwil. Und wiederum wurde den Huttwilern alles abverlangt. Erneut fiel die endgültige Entscheidung spät. Mit einem Doppelschlag knickten Robert Othmann und Pascal Stoller in der 52. Minute innert 23 Sekunden die Hoffnungen der Gäste. Zuvor hatten die Einheimischen hartes Brot zu beissen. Aber alles der Reihe nach: Wegen diverser Absenzen war Coach Alfred Bohren zu Umstellungen gezwungen. So spielte der normalerweise im 1. Sturm auflaufende Huttwiler Topscorer Robert Othmann in der 3. Verteidigung. Die Falken zeigten über den ganzen Startabschnitt Vollgas-Eishockey und nach dem Vergeben von diversen guten Möglichkeiten, zwei davon allein in der 20. Minute, war man sich einig: Das 2:0 war zu wenig. Lediglich Michael Gerber (6.) und Alain Sägesser (13.) skorten. Kurz vor Drittelsende enteilte jedoch Thuns Kevin Marolf der Huttwiler Hintermannschaft und markierte nach exakt 19,59 Minuten den Anschlusstreffer zum 2:1. Dies änderte sich dies im zweiten Abschnitt. Zwar waren die Platzherren immer noch spielbestimmend und erarbeiteten sich zahlreiche gute Chancen. Thuns Torhüter Flurin Brunner mutierte jedoch immer mehr zum Helden der Partie. Aber nicht nur deswegen kam Unsicherheit über den Ausgang des Spiels auf. Die Gäste kamen ihrerseits zu einigen guten Möglichkeiten. In der 34. Minute rettete bei einem Abschlussversuch von Kevin Marolf im Powerplay nur der Pfosten für den geschlagenen Falken-Hüter Simon Pfister. Dass es Ende des Mitteldrittels immer noch 2:1 hiess, war aus Sicht der Gastgeber ärgerlich und glücklich zugleich.
Die Thuner bestätigten zu Beginn des Schlussabschnitts den Eindruck der Verletzlichkeit der Falken. Joel Reymondin und markierte in der 42. Minute den 2:2 Ausgleich. Kaum 3 Minuten später schoss jedoch Michael Gerber die Platzherren erneut in Führung. Einmal mehr mit einem Doppelschlag innert kürzester Zeit führten in der 52. Minuten die Falken die Entscheidung herbei. Robert Othmann und Pascal Stoller erhöhten innert 23 Sekunden auf 5:2.
Huttwil Falcons – EHC Thun 7:2 (2:1, 0:0.5:1)
NSZ Huttwil, 292 Zuschauer. SR: Balz, J. Zimmermann/P. Zimmermann. Tore: 6. Gerber (Brechbühl, Dähler) 1:0. 13. Sägesser (Guazzini) 2:0. 20. (19.59) Marolf 2:1. 42. Reymondin 2:2. 45. Gerber (Brechbühl) 3:2. 52. (51.30) Othmann (Sägesser, Guazzini; Ausschluss Segessenmann) 4:2. 52. (51.53) Stoller (Born, Dähler) 5:2. 59. Stoller 6:2. 60. Malicek (R. Altorfer, D. Altorfer) 7:2. Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen die Huttwil Falcons, 13-mal 2 Minuten + 1-mal 10 Minuten (Willener, unsp. Verhalten) gegen Thun
Huttwil Falcons: Pfister; Stoller, Born; Kindler, Malicek; Schütz, Othmann; Brechbühl, Gerber, Dähler; R. Altorfer, D. Altorfer, Bieri; Guazzini, Blaser, Sägesser; Meyer.
EHC Thun: Brunner; Marthaler, Geng; Willener, Rohrbach; Segessenmann, Lanzrein; Saurer, Reymondin, Zürcher; Stähli, Bühlmann, Sahli; S. Dick, M. Dick, Schüpbach; Marolf.