10. Sieg in Serie für die Huttwil Falcons. Hart erkämpfter und zu hoch ausgefallener 7:2 Sieg beim EHC Thun. Falken-Präsident Heinz Krähenbühl trotz verlustpunktloser Vorrunde: «Wir haben noch gar nichts erreicht.»
Der Sieg der Huttwiler geht vollkommen in Ordnung. Trotzdem war dieser ein weitaus härteres Stück Arbeit, als das Resultat vermuten lässt. Bis zur erlösenden Siegsicherung durch Renato Schütz' Treffer zum 5:2 dauerte es beinahe 54 Minuten. Beflügelt durch den Führungstreffer noch vor Ablauf der 1. Minute durch Joel Reymondin kämpften die Thuner aufopferungsvoll, überstanden das Chancen-Gewitter der Gäste in den darauf folgenden Minuten nahezu unbeschadet, waren danach häufig einen Schritt früher am Puck als die Gäste, und brachten diese mehrfach in Verlegenheit. Im letzten Drittel zollten die Thuner jedoch ihrem Effort Tribut. Falken-Präsident Heinz Krähenbühl sagte nach dem Spiel: «Es nervte mich, dass wir irgendwie zu wenig bereit und deshalb in den ersten 40 Minuten immer einen Schritt zu spät waren. Die Thuner konnten jedoch ihr Tempo nicht durchhalten.» Mit dem Maximum von 30 Punkten aus 10 Spielen schlossen die Falken die Hälfte der Vorrundenspiele ab. Für Krähenbühl kein Grund zur Euphorie: «Wir haben jeden Gegner geschlagen, aber noch nichts erreicht. In der Rückrunde wird es umso mehr das Ziel jedes Teams sein, uns zu schlagen. Uns fehlen zurzeit sieben Spieler. Wenn diese wieder zurück kommen, sollte es uns möglich sein, bis zum Ende der Masterround um den 1. oder 2. Rang mitzuspielen. Danach werden die Karten neu gemischt. Lobende Worte fand der Präsident für sein Trainergespann. «Es wird sehr professionell gearbeitet. Alfred Bohren ist sehr seriös, kommuniziert sehr direkt und fordert sehr viel, egal ob vom Geschäftsführer oder vom Schleifer der Schlittschuhe. Als es heute dem Team zeitweise nicht lief, wurden von der Trainerbank die nötigen Emotionen gebracht.»
EHC Thun – Huttwil Falcons 2:7 (1:1, 1:2, 0:4)
Thun, 355 Zuschauer. SR: Kiener, Borga/Weber. Tore: 1. Reymondin 1:0. 8. Othmann (Studer) 1:1. 31. Schär (T. Wegmüller, Ausschluss Dick) 1:2. 33. Wälti (Marthaler, Ausschluss Prinz) 2:2. 39. Guazzini (Sägesser) 2:3. 42. Sägesser 2:4. 54. Schütz (Othmann) 2:5. 55. Meyer (R. Altorfer, D. Altorfer) 2:6. 60. R. Altorfer (D. Altorfer, Meyer, Ausschluss Dick) 2:7. Strafen: 9-mal 2 Minuten plus 2-mal 10 Minuten (Willener, Check gegen den Kopf, Dick, Check gegen den Kopf) gegen Thun, 11-mal 2 Minuten gegen die Huttwil Falcons.
EHC Thun: Brunner; Geng, Marthaler; Segessenmann, Rohrbach; Willener, Aeschlimann; Lanzrein; Dick, Bühlmann, Wälti; Zürcher, Marolf, Reymondin; Bühlmann, Sahli, Schüpbach; Saurer.
Huttwil Falcons: Pfister; Stoller, Haas; Malicek, Prinz; Kindler, T. Wegmüller; D. Wegmüller; Studer, Othmann, Schütz; D. Altorfer, R. Altorfer, Meyer; Guazzini, Sägesser, Schär;