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HUTTWIL FALCONS IM AUFSTIEGSFIEBER

Die Huttwil Falcons zeigten gegen den HC Red Ice Martigny-Verbier eine reife Leistung und besiegten den Meister der Westgruppe mit 5:3. Damit sicherten sich die Falken eine ausgezeichnete Ausgangslage im Rennen um das ultimative Finalspiel vom kommenden Samstag.

2415 begeisterte Zuschauer wollten an diesem Huttwiler Fasnachts-Samstag die Falken sehen und demonstrierten damit, wie sehr die zuletzt gezeigten Leistungen der Bohren-Truppe in den Playoffs (9 Siege in 9 Spielen) ihre Aufmerksamkeit weckten und wie gross die Hoffnungen sind, dass in der Blumenstadt ab der nächsten Saison nationales Eishockey präsentiert wird. Anders als bei der 1:4-Niederlage an gleicher Stätte gegen den gleichen Gegner vor Jahresfrist wurden diesmal die Erwartungen des Publikums nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Mit dem HC Red-Ice gastierte erstmals in dieser Saison ein Team in Huttwil, welches das Tempo der Falken mitgehen, und auch spielerisch und körperlich auf Augenhöhe agieren konnte.

Der Hauptgrund für den Sieg der Falcons lag jedoch in der Disziplin. Verdeutlicht wird dies am Umstand, dass Martigny in der Defensive sehr anfällig war, wenn sie nach vorne Druck machten. Immer wieder enteilten die Falken der Martigny-Hintermannschaft. Allein im ersten Drittel zog Thomas Studer dreimal allein auf das Tor der Walliser los und scheiterte jeweils nur knapp am überragend haltenden Schlussmann Florian Brugger. An Brugger lag es nicht, dass dem Favoriten aus der Westschweiz der Start in diese Finalrunde misslang. Das Team von Spielertrainer und Ex SCL Tigers-Star Pierre-Alain Ançay hätte sich bereits nach dem Startdrittel nicht beklagen können, wenn es mit zwei oder noch mehr Toren im Rückstand gelegen hätte. Denn anders als die Walliser sicherten die Huttwiler gegen hinten wesentlich besser ab und Breaks waren deshalb für die Besucher Mangelware.

Erstes Tor stärkte die Moral
Trotzdem stand es nach dem Startdrittel nach Toren von Daniel Bieri und Samuel Grezet lediglich 1:1. Den Grundstein zum Erfolg legten die Huttwiler mit zwei Toren innert 76 Sekunden zu Beginn des Mitteldrittels. Alain Sägesser in Überzahl und Alain Bartlomé legten die zwei Tore vor, welche die Walliser bis zum Schluss nicht mehr aufholen konnten. Das entscheidende Tor zum 5:2 erzielte wiederum Alain Bartlomé nach lediglich 15 Sekunden des Schlussdrittels. «Wichtig war für uns, dass wir gleich zu Spielbeginn mit einem Tor vorlegen konnten, dies stärkte unsere Moral noch mehr und wies uns den Weg», nannte Falken-Captain Robert Othmann einen weiteren Grund für den Sieg seines Teams. «Wir hatten im Dezember und Januar eine schwierige Phase und sind auch dank Gesprächen rechtzeitig auf die Playoffs in Fahrt gekommen. Wir wussten, dass wir gute Chancen haben, wenn wir unsere Leistung bringen. Genau dies müssen wir auch in Arosa tun», gab Othmann weiter zu Protokoll.

Im Kampf um den Titel des Amateur-Schweizermeisters und um den Aufstieg in die NLB haben sich die Huttwil Falcons in eine gute Ausgangslage gebracht. Der Sieg gegen Martigny ist mehr als die halbe Miete im Rennen um den Einzug in das Finalspiel vom kommenden Samstag, den zum definitiven Finaleinzug fehlt den Falken lediglich noch ein Punkt. Gewinnen die Huttwiler am kommenden Donnerstag gar ihr Spiel auswärts gegen den EHC Arosa, spielt die Bohren-Truppe ihr wichtigstes Spiel der Saison vor heimischem Publikum. Was dann im Nationalen Sportzentrum los sein wird, ist leicht vorstellbar. Der Sieg gegen Martigny löste unter den 2'415 Zuschauer Begeisterung aus.  Der sensationelle Publikumsaufmarsch in dieser wichtigsten Phase der Meisterschaft zeigt zudem deutlich auf, dass das Sportunternehmen Huttwil Falcons unter gespannter Aufmerksamkeit der einheimischen Bevölkerung steht. Als Dank für einen Sieg in Arosa wartet möglicherweise am Samstag ein ausverkauftes Sportzentrum.         Bruno Wüthrich

Huttwil Falcons – HC Red Ice Martigny-Verbier 5:3 (1:1, 3:1, 1:1)
Nationales Sportzentrum Huttwil. - 2415 Zuschauer. - SR: Potocan; Büsser/Zweidler. - Tore: 2. Bieri (Othmann) 1:0. 8. Grezet (Schaller/Ausschluss Portmann) 1:1. 23. Sägesser (Frutig/Ausschluss Lussier) 2:1. 24. Bartlomé (Wegmüller) 3:1. 25. Girardin 3:2. 30. Sägesser (Ausschluss Girardin) 4:2. 41. Bartlomé 5:2. 48. Depraz 5:3. - Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen die Huttwil Falcons; 5-mal 2 Minuten gegen Martigny.
Huttwil Falcons: Pfister; May, Haas; Wegmüller, Berchtold; Prinz, Frutig; Ryser; Dähler, Portmann, Bartlomé; Othmann, Bieri, Catillaz; Studer, Sägesser, Schär; Holzer, Blaser, Schütz.
Red Ice:  Brugger; Bernasconi, Girardin; Schaller, K. Imsand; Villa, Müller; Lussier; Rimann, Siritsa, Lussier; Gastaldo, Ançay, Depraz; Burdet, D. Imsand, Grezet; Sammali, Gianella, Moret; Locher.

 


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