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FALCONS-ÜBERLEGENHEIT WIRD NICHT SICHTBAR

Den Huttwil Falcons ist der Auftakt zu den Playoffs gelungen. Das erste Viertelfinalspiel gegen Nachbar Brandis gewann die Bohren-Truppe mit 6:2. Der Qualifikationssieger war über die gesamte Partie das klar bessere Team, brachte es jedoch nicht fertig, die klare Überlegenheit auch resultatmässig zu dokumentieren.

Der Auftakt zum ersten Playoff-Viertelfinalspiel war aus Sicht der Huttwil Falcons verheissungsvoll: Nach 14 Minuten führten die energisch gestarteten Huttwiler gegen Nachbar Brandis bereits 3:0. Die Bohren-Truppe war nicht nur die bessere Equipe, vor dem gegnerischen Tor agierten die Falcons auch konsequent und resolut. Brandis konnte nicht verbergen, dass es gegenüber seinem Widersacher in spielerischer, läuferischer und technischer Hinsicht Defizite besass. Diese versuchten die Gäste mit viel Kampf und Willen, aber vor allem mit (zum Teil übertriebener) Härte zu kompensieren. „Wir liessen uns aber nicht provozieren und spielten weiterhin sehr diszipliniert“, stellte der dreifache Falcons-Torschütze Micha Schär nach Spielschluss zufrieden fest.

Und so spielten die Falcons weiter keck nach vorne. Zu Beginn des zweiten Abschnitts legten die Einheimischen sogar noch einen Zacken zu und setzten sich immer wieder im gegnerischen Abwehrdrittel fest. Im Gegensatz zum ersten Drittel liessen die Falcons aber nun die nötige Entschlossenheit im Abschluss vermissen. „Zwar versuchen wir mit Schüssen aus allen Lagen Druck auf das gegnerische Tor zu erzeugen, doch vor dem gegnerischen Tor sind wir momentan zu wenig präsent und reagieren nur ungenügend auf Abpraller“, bemängelt Micha Schär. Dieser Mangel und ein ausgezeichnet wehrender Brandis-Keeper Michael Brügger führten dazu, dass die Partie nach 40 Minuten noch nicht entschieden war.

Die Falcons blieben geduldig
Im Gegenteil, mit ein wenig Glück hätten die Gäste sogar den Anschluss herstellen können. Während einer Überzahlsituation kamen die Huttwiler nur mit sehr viel Glück um einen weiteren Gegentreffer herum (ein Abwehrspieler spedierte den Puck von der Torlinie weg). Oder gleich nach Beginn des letzten Drittels, als Brandis-Stürmer Oliver Rohrer alleine auf Falcons-Goalie Simon Pfister ziehen konnte und an diesem scheiterte. Aufgrund des Spielverlaufs wäre es geradezu paradox gewesen, wäre Brandis noch einmal herangekommen, aber zugleich war dies auch ein Indiz dafür, dass Aufwand und Ertrag bei den Huttwil Falcons in keinem Verhältnis standen. Vor allem bei personellem Gleichstand tun sich die Huttwiler momentan ungemein schwer. Hier resultierte lediglich ein 3:1. „Wichtig ist jedoch, dass wir nie nachgelassen haben, keinerlei Nervosität zeigten und die nötige Geduld hatten“, hielt der 25-jährige Micha Schär fest.

Damit ist ein wichtiger Grundstein zum Halbfinal-Einzug gelegt, obwohl Micha Schär den Warnfinger hebt: „Brandis wird zu Hause noch einmal alles versuchen, mit grossem Elan in die Partie steigen und auch punkto Härte und Zweikampfverhalten noch einen Zacken zulegen“, ist er sich bewusst, dass ein schwerer Gang auf sein Team wartet. Doch der Falcons-Stürmer kennt das Rezept dagegen: „Wir müssen in diesen Bereichen mehr dagegen halten und nicht alleine auf die spielerisch-technischen Vorteile setzen.“                                                                           Walter Ryser


Erstliga-Eishockey. Playoff-Viertelfinal, 1. Spiel
Huttwil Falcons – Brandis 6:2 (3:1, 1:1, 2:0)

Sportcenter Huttwil. - 514 Zuschauer. – SR Derada; Anliker/Aegerter. – Tore: 3. Studer (Holzer, Berchtold) 1:0. 7. May (Ausschluss Brügger) 2:0. 14. (13:18) Schär (Frutig/Ausschluss Olaf Prinz) 3:0. 15. (14:56) Grossenbacher (Brügger) 3:1. 35. Schär (Othmann, May/Ausschluss Grossenbacher) 4:1. 40. (39:47) Zurflüh (Ausschluss Berchtold) 4:2. 44. Ryser (Dähler) 5:2. 60. (59:36) Schär (Othmann) 6:2. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die Huttwil Falcons; 4-mal 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Grossenbacher gegen Brandis.
Huttwil Falcons: Pfister; Haas, May; Prinz, Ryser; Wegmüller, Frutig; Berchtold; Bartlomé, Portmann, Dähler; Cattilaz, Othmann, Bieri; Schütz, Sägesser, Schär; Studer, Holzer, Blaser.
Bemerkungen: 57. Pfostenschuss Othmann.


Walter Ryser, Leiter Kommunikation bösiger-Langenthal; Lotzwilstrasse 66, 4900 Langenthal; 062/919 01 07 oder 079/668 95 30 


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