In der 40. Minute entschieden Torhüter Simon Pfister und Valentin Catillaz das Spiel. Erst hielt der überragende Falken-Schlussmann mit zwei mirakulösen Safes den 1:0-Vorsprung der Falken fest, und mit dem schnell ausgeführten Gegenzug 35 Sekunden vor Drittelsende markierte die EVZ-Leihgabe Catillaz auf Zuspiel von Ralph Prinz und Kevin Ryser das 2:0. Von diesem Schlag sollten sich die Walliser nicht mehr erholen. Der Sieg der Falken geriet im Schlussdrittel nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Wir überlassen den Kommentar zu diesem grossen Sieg den Beteiligten: Daniel Bieri: «Ein unbeschreibliches Gefühl. Darauf haben wir ein ganzes Jahr hin gearbeitet und uns von unseren Trainern jagen lassen. In Arosa erhielten wir genau zur rechten Zeit einen Schlag ins Gesicht. Dies ermöglichte es uns, heute diese Leistung abzurufen. Diesen Sieg haben wir mit Disziplin und Power über die ganzen 60 Minuten realisiert.»
Wille zur Topleistung
Torhüter Simon Pfister: «Wir waren etwas nervöser als sonst, aber an unserer Vorbereitung für dieses Spiel änderten wir nichts. Wir wussten, auf was es heute ankommt, und unser Team lieferte eine perfekte Leistung. Um einen derartigen Erfolg zu realisieren, braucht es ein Team, das gleich denkt und am gleichen Strick zieht. Genau dies haben wir über die ganze Saison getan, und uns deshalb diesen grossen Erfolg verdient.» Captain Robert Othmann: «Wir kamen nach Martigny mit dem unbedingten Willen, für den Club, und nicht für uns selbst, eine Top-Leistung zu erbringen. Und genau dies haben wir umgesetzt und von A – Z eine konzentrierte Leistung abgerufen.»
Coach Alfred Bohren: «Für mich ist es nicht der erste derartige Erfolg. Aber ich freue mich riesig für die Spieler. Sie haben über die ganze Saison hart gearbeitet, denn ich lies kein „Larifari“ zu. Gemeinsam mit jungen Leuten einen solchen Erfolg realisieren zu können, ist auch für einen erfahrenen Coach das Grösste.» Für Falken-Verwaltunsratspräsident Heinz Krähenbühl beginnen nun die Wirtschafts-Playoffs, denn er muss die NL GmbH überzeugen, dass die Huttwil Falcons tatsächlich in die NLB gehören. «Ich werde alles dafür tun, um die Liga von unserem Konzept zu überzeugen, damit dieses tolle Team in der nächsten Saison in der NLB spielen kann. Aber ich werde keine unrealistischen oder falsche Angaben machen. Denn die NLB soll für uns nicht zum Rohrkrepierer werden.
Red Ice Martigny-Verbier – Huttwil Falcons 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)
Martigny. - 3520 Zuschauer. - SR: Wehrli, Ehmke/Rüegg. - Tore: 4. T. Wegmüller (Othmann) 0:1. 40. Catillaz (Prinz, Ryser) 0:2. 44. Schütz (Wegmüller) 0:3. 58. Schütz (ins leere Tor) 0:4. 58. Lussier 1:4. - Strafen: je 4-mal 2 Minuten.
Red Ice: Brugger; Bernasconi, Girardin; Schaller, K. Imsand; Villa, Müller; Lussier; Rimann, Siritsa, Cretton, Gastaldo, Ançay, Depraz; Burdet, D. Imsand, Grezet; Sammali, Gianella, Moret; Locher.
Huttwil Falcons: Pfister; May, Haas; Wegmüller, Berchtold; Prinz, Frutig; Ryser; Dähler, Portmann, Bartlomé; Othmann, Bieri, Catillaz; Studer, Sägesser, Schär; Holzer, Blaser, Schütz.